GloriaFood endet am 30. April 2027: Dein Zeitplan für den Wechsel
GloriaFood hat das Ende seines Dienstes zum 30. April 2027 angekündigt. Für bestehende Kunden soll die Unterstützung bis dahin weiterlaufen. Damit gibt es eine konkrete Frist für deinen nächsten Bestellkanal. Entscheidend ist jetzt, die Anbieterwahl, den Datenübergang und den Betriebsstart so zu planen, dass genug Zeit für Korrekturen bleibt.
In diesem Beitrag
Was GloriaFood offiziell angekündigt hat
Auf seiner Startseite nennt GloriaFood den 30. April 2027 als End-of-Life und sagt Unterstützung für bestehende Kunden bis zu diesem Datum zu. Die Mitteilung erklärt außerdem, dass Oracle keinen direkten Ersatz für die Produkte und Dienste anbietet. Sie verweist auf FoodAmigos und dessen Ressourcen für den Übergang. Das ist die belastbare Ausgangslage dieser Planung, recherchiert am 20. September 2026.[1]
Daraus folgt weder, dass alle Restaurants sofort wechseln müssen, noch dass ein bestimmter Wettbewerber jedes bisherige Setup vollständig übernimmt. Auch ein eigenes Ablaufdatum für einzelne FoodBooking-Funktionen lässt sich aus der allgemeinen Ankündigung nicht ableiten. FoodBooking wird auf GloriaFoods Preisseite als gemeinsame App des bestehenden Angebots beschrieben und sollte deshalb in deinem Kanalinventar auftauchen.[1][2]
Prüfe zusätzlich die Hinweise in deinem eigenen Vertrags- und Kontokontext. Rechnungszugänge, Exportmöglichkeiten, Kündigung und Aufbewahrung können eigene Bedingungen haben. Sichere benötigte Informationen während des laufenden Zugangs, statt eine spätere Abrufmöglichkeit vorauszusetzen.
Ein Wechselkalender mit Puffer statt Start am letzten Tag
Der folgende Kalender ist unsere Planungsempfehlung, keine Fristsetzung von GloriaFood und keine Zusage zur Dauer eines Imports. Er passt als Ausgangspunkt für ein einzelnes Restaurant. Viele Standorte, komplexe Menüs oder eine neue Kassenanbindung benötigen längere Vorläufe. Lege einen Verantwortlichen fest, der Rückfragen beim Anbieter bündelt und die Freigabe dokumentiert.
| Zeitraum | Ergebnis bis zum Ende der Phase | Verantwortung |
|---|---|---|
| September bis November 2026 | Anforderungsliste, Kanalinventar und zwei bis drei passende Anbieter | Inhaber und Betriebsleitung |
| Dezember 2026 bis Januar 2027 | Bestätigtes Angebot, geprüftes Menübeispiel und geklärte Hardware | Betriebsleitung mit Anbieter |
| Februar bis März 2027 | Vollständige Testläufe, Teamschulung und vereinbarter Starttermin | Schichtleitung und verantwortlicher Inhaber |
| April 2027 mit ausreichendem Puffer | Neue Bestellwege aktiv, alte Verweise geprüft, benötigte Unterlagen gesichert | Verantwortlicher für Website und Restaurant |
Starte den neuen Kanal möglichst vor der letzten Betriebswoche des alten Systems. Wähle einen überschaubaren Servicezeitraum und lege fest, wer am ersten Tag erreichbar ist. Wenn du später mit der Planung beginnst, streiche keine Abnahmetests. Reduziere lieber den ersten Umfang, etwa auf einen Standort oder zunächst Abholung, sofern das zu deinem Betrieb passt.
Welche Informationen du vor einer Anbieterentscheidung brauchst
Ein Screenshot der Speisekarte reicht als Grundlage selten aus. Für ein belastbares Angebot braucht der neue Anbieter die Struktur: Kategorien, Gerichte, Größen, Pflichtauswahlen, mögliche Extra-Mengen und abweichende Preise. Dokumentiere zusätzlich Allergene, Verfügbarkeiten, Pausen und die Regeln für Liefergebühren und Mindestbestellwert. Das schützt vor einem vermeintlich vollständigen Import, der später anders rechnet.
- Bestellwege: Website-Button, eigene Domain, Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Links, gedruckte QR-Codes und FoodBooking.
- Service: getrennte Zeiten für Abholung und Lieferung, Vorlauf, geplante Pausen, Feiertage und Bestellungen außerhalb der Lieferzone.
- Betrieb: Annahmegerät, Bonlayout, Druckermodell, Mitarbeiterzugänge, bestehende Kasse und Zahlungsanbieter.
- Daten: benötigte Menüinformationen, Berichte, Abrechnungsunterlagen sowie tatsächlich nutzbare und zulässig übertragbare Kundendaten.
Nutze nur Exportwege, die dein Konto und der Anbieter tatsächlich bereitstellen. Eine öffentlich dokumentierte Schnittstelle ist keine Zusage für einen vollständigen Restaurant- oder Kundenexport. Bei personenbezogenen Daten müssen Zweck, Berechtigung, Einwilligungen und die Vereinbarung mit dem neuen Dienstleister geklärt sein; der Systemwechsel erzeugt keine neue Werbeeinwilligung.
Für das aktuelle Menü dokumentiert GloriaFood einen autorisierten Abruf als JSON oder XML. Der Menüschlüssel ist restaurantbezogen und gewährt keinen Zugriff auf die getrennte Accepted-Orders-API. Daraus folgt kein vollständiger Export von Bilddateien, Bestellhistorie oder Kundeneinwilligungen; auch ein allgemeiner CSV-Menüexport ist damit nicht belegt. Kläre deshalb jeden Datenbestand und seine Übertragung einzeln.[3][4]
Woran du ein passendes Wechselangebot erkennst
Gib allen Kandidaten dieselben Anforderungen und ein repräsentatives Menübeispiel. Lass dir schriftlich erklären, wer welche Daten übernimmt, welche Felder manuell gepflegt werden und was nach dem Start noch fehlt. Eine kostenlose Migration kann Unterstützung beim Einrichten bedeuten; sie ist nicht automatisch ein geprüfter Transfer von Bildern, Gutscheinen, Reservierungen und Bestellhistorie.
FoodAmigos wird in der offiziellen GloriaFood-Mitteilung genannt. Daneben bewirbt auch Flipdish ein eigenes Wechselangebot. Beides sind Ausgangspunkte für ein Gespräch. Prüfe konkrete Leistungen, Land, Zahlungsabwicklung und Vertragsbedingungen, bevor du einen Umzugstermin daraus ableitest. Werbeformulierungen zur Geschwindigkeit ersetzen keinen belastbaren Plan für deinen Betrieb.[1][5]
Bei der Auswahl zählt der komplette Ablauf. Ein günstiges Bestellwidget kann genügen, wenn Website, Teamgerät und eigene Lieferung bereits funktionieren. Benötigst du zusätzlich Kiosk, Kassenanbindung oder mehrere Standorte, steigt die Bedeutung von Implementation und lokalen Schnittstellen. Eine lange Funktionsliste macht diese Abhängigkeiten nicht automatisch einfacher.
Was vor der Umschaltung erfolgreich getestet sein muss
Verlasse dich bei der Freigabe nicht auf die Aussage, das Menü sei online. Bestelle selbst am Smartphone und lass ein Teammitglied den Auftrag entgegennehmen. Prüfe die tatsächliche Rechnung vom Artikel über Extras und Rabatt bis zu Liefergebühr, Steueranzeige und Endbetrag. Verwende klar gekennzeichnete Testdaten und den vereinbarten Zahlungs-Testmodus.
- Eine normale Abholbestellung erreicht das richtige Restaurant mit richtigem Termin.
- Eine Lieferadresse innerhalb der Zone wird angenommen; eine außerhalb wird verständlich behandelt.
- Pflichtoptionen, Größen, Extras, Verfügbarkeiten und Gutscheine verhalten sich wie vereinbart.
- Bei eingeschalteter Onlinezahlung werden erfolgreicher, abgebrochener und abgelehnter Zahlungsvorgang getrennt geprüft.
- Das Team kann den Auftrag annehmen oder ablehnen; Gastbestätigung und Bon enthalten die notwendigen Informationen.
- Für Internetausfall, Gerätetausch und fehlerhafte Einrichtung existiert eine erreichbare Ansprechperson.
Eine Freigabe besteht aus beobachteten Ergebnissen, nicht nur aus Häkchen in einer Präsentation. Notiere pro Fall das erwartete Ergebnis, das tatsächliche Ergebnis, Datum und Verantwortlichen. Sind Preis oder Zahlungsstatus falsch, bleibt der öffentliche Start gesperrt. Für einen rein gestalterischen Restpunkt kann dagegen eine dokumentierte Nacharbeit genügen.
Bestelllinks kontrolliert umstellen
Lege genau fest, welche Kanäle ab welchem Zeitpunkt auf das neue System führen. Ändere Website, Google-Profil und Social-Links aus derselben Liste und kontrolliere das Ziel jeweils auf einem frischen Smartphone. Ein gespeicherter Browserzustand kann den Eindruck erwecken, eine Änderung sei überall angekommen, obwohl noch alte Verweise existieren.
Besonders wichtig sind gedruckte QR-Codes. Zeigt ein Code auf eine Weiterleitung unter deiner Kontrolle, lässt sich möglicherweise deren Ziel ändern. Enthält er direkt eine fremde alte Bestelladresse, ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Dann müssen Drucksachen ersetzt oder überklebt werden. Behaupte keine automatische Weiterleitung durch den neuen Anbieter.
Während eines kurzen Probebetriebs können zwei Eingänge nötig sein. Weise dafür ausdrücklich Zuständigkeiten zu, damit keine Bestellung übersehen oder doppelt bearbeitet wird. Nach dem vereinbarten Wechselzeitpunkt kontrollierst du weiter die verbleibenden alten Kanäle. Eine Rückkehr zum bisherigen Ablauf ist nur solange eine Option, wie dessen Dienst und dein Zugang noch verfügbar sind.
Wie du OrderKick in deinen Wechselplan einbeziehst
OrderKick kann als eigener Direktbestellkanal in die Auswahl aufgenommen werden: mit restaurantbezogener Bestellseite, Menüverwaltung, Abholung und Lieferung sowie Bestelleingang. Prüfe in der Demo deinen konkreten Ablauf einschließlich Zeiten, Lieferregeln, Zahlungen und Druck. Die aktuellen Angebotsbedingungen stehen auf der Preisseite.[6]
Für GloriaFood gilt eine wichtige Grenze: Der Menüimport übernimmt Kategorien, Gerichte, Größen, Preise, Auswahlgruppen und Optionen nach einer Vorschau. Allergene und Kennzeichnungen übernimmt er, wenn GloriaFood sie eindeutig liefert; Bilder, Kunden und Bestellhistorie übernimmt er nicht. Prüfe nach dem Import Preise, Auswahlregeln, Steuerzuordnung und Allergene gegen dein bisheriges Menü. Der richtige nächste Schritt ist ein gemeinsamer Blick auf deine Anforderungen und die tatsächlich mögliche Übertragung.[7]

Häufige Fragen
Wann wird GloriaFood eingestellt?
GloriaFood nennt offiziell den 30. April 2027 als End-of-Life. Bestehende Kunden sollen bis zu diesem Datum unterstützt werden. Kontospezifische Hinweise und Vertragsbedingungen solltest du zusätzlich prüfen.
Muss ich zu FoodAmigos wechseln?
Die offizielle Mitteilung verweist auf FoodAmigos als Anbieter mit Übergangsmöglichkeiten. Sie macht einen eigenen Vergleich von Umfang, regionaler Verfügbarkeit und Vertragsbedingungen nicht überflüssig.
Kann ich meine bestehenden QR-Codes behalten?
Das hängt vom codierten Ziel ab. Eine Weiterleitung unter deiner Kontrolle kann gegebenenfalls angepasst werden. Ein direkter Link auf die alte fremde Bestelladresse muss in der Regel durch einen neuen Code ersetzt werden.
Wie lange dauert der Wechsel?
Eine allgemeingültige Dauer gibt es nicht. Menükomplexität, Datenzugang, Zahlungen, Geräte und Standortzahl bestimmen den Aufwand. Vereinbare einen Termin erst nach geprüftem Umfang und plane Zeit für Testbestellungen ein.
Quellen & Recherche
Die OrderKick-Redaktion veröffentlicht diesen Beitrag aus Anbieterperspektive. Wettbewerberangaben stammen aus den verlinkten Primärquellen. Preise und Verfügbarkeit wurden zum genannten Stand recherchiert; die fremden Systeme wurden dafür nicht im Restaurantbetrieb getestet.
- GloriaFood: offizielle End-of-Life-Mitteilung ↗Abgerufen am
- GloriaFood: Leistungen einschließlich FoodBooking ↗Abgerufen am
- Flipdish: eigenes GloriaFood-Wechselangebot ↗Abgerufen am
- OrderKick: Funktionen und Betriebsabläufe ↗Abgerufen am
- OrderKick: Wechselanforderungen und Migrationsprüfung ↗Abgerufen am
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